Triangel (1993) videos


Als Komponist wollte Peter Eötvös eine Möglichkeit für einen Schlagzeugsolisten schaffen, sich selbst zu formen und alles, was er an technischer und musikalischer Erfahrung hat, seine Klangphantasie und rhythmische Phantasie, darstellen zu können. Was ein Komponist den Schlagzeugsolisten anbieten kann, ist im Vergleich mit dem, was der Solist selbst kann, oft sehr begrenzt. Der Komponist hat hier nur den Großablauf des Stückes geschaffen und lässt dem Solisten einen bestimmten Rahmen, in dem er sich bewegen kann. Damit ist das Stück keine reine Improvisation; Geschriebenes und vom Solisten Improvisiertes werden gleichbehandelt.

Der Solist arbeitet mit vier Instrumentengruppen:
- 8 Holzbläser,
- 6 Blechbläser + Tuba
- 9 Streicher
- kleine Hintergruppe mit Keyboard und noch zwei klein besetzte Schlagzeuge (+ Tuba).

Der Solist steht in einer Wechselbeziehung mit den Instumentalgruppen: er schlägt ihnen etwas vor, sie spielen ihm nach; daraufhin muss er die Reaktionen der Musiker wieder in seine Musik integrieren. Das ständige "Zuhören - Müssen" ist ein typisches Merkmal von Triangel; es entsteht eine Kommunikation, wie wir sie in der afrikanischen Musik kennen, bei der ein Musiker mit dem "Volk" kommuniziert. Lediglich der Satz "Halbfinale" schreibt dem Solist genaue Aufgaben vor.

Das Stück besteht aus verschiedenen Sätzen; jeder Satz besitzt seinen individuellen Charakter und wird durch eine eigene, unterschiedliche Beleuchtung hervorgehoben.

 

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Peter Eötvös Composition Studio
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Composition title:
Triangel (1993)
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