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Speaking drums - percussion concerto (2012/13) texts


SPEAKING DRUMS
for percussion solo and orchestra (2012/13)

Talking whilst playing the drum is not something unique. We can find it in traditional Indian percussion, and in jazz when musicians accompany their play with "Sprechgesang". This piece goes the opposite way: It begins with the percussionist speaking nonsensically, the emphasis on the rhythm, which he then passes on to his instrument. Like the pure, childish joy of repeating the same word in a different tune, the soloist teaches his instrument to speak until the drums start to talk themselves.
The work was inspired by a poem by Sándor Weöres, where each sentence has a more complex form than the one before. Rhythms form words, words form sentences, and sentences create a narrative.
(Ann-yi Bingöl)

 

SPEAKING DRUMS

für einen Schlagzeuger und Orchester

 

Zu trommeln und dabei zu sprechen ist nichts Neues. Man begegnet dem nicht selten in der indischen Perkussion sowie bei vielen Jazzmusikern, die ihr Klavierspiel mit Sprechgesang begleiten.

Dieses Stück realisiert den umgekehrten Weg, lässt den Schlagzeuger erst sinnfreie Texte sprechen. Die Emphase liegt auf dem Textrhythmus, den er im Laufe des ersten Satzes auf seine Instrumente überträgt. Vergleichbar dem Zustand der kindlichen Entdeckungsfreude beim Sagen und Wiederholen des gleichen Wortes in verschiedenartiger Melodie, lehrt der Solist im ersten Satz seinen Instrumenten das Sprechen, bis die Trommeln selbst zu plaudern beginnen.

Als Basis dient jeweils ein Gedicht von Sandor Weöres, das zunehmend komplexer vorgetragen wird. Die Rhythmen formen Worte, die Worte bilden Sätze, und die Sätze gestalten eine Erzählung…

(Ann-yi Bingöl)